Oktober 12, 2008

peer steinbrück, bundesfinanzminister deutschlands, auf die frage: „wie viel staat braucht der kapitalismus?“

„generell muss man wohl sagen das gewisse teile der marxistischen lehre doch nicht so verkehrt sind.“

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7 Antworten to “”

  1. mauntz Says:

    Nun muss ich mich doch politisch äussern 🙂
    Die Finanzkrise hat in Deutschland (und auch anderenorts) einen Linksrutsch ausgelöst. Immer mehr fordern, dass die Märkte mehr reguliert werden sollten. Es geht aber immer vergessen, dass der Finanzmarkt bereits stark reguliert ist/war. Zudem wird die Schuld für diese Krise nur dem Markt gegeben, was ich aber vehement bestreiten muss. In meinen Augen ist der Staat der Ursprung allen Übels. Ich aktzeptiere zwar die Existenz eines Staates, fordere aber, dass so wenig Staat wie möglich, und Regulationen da wo sie Sinn machen. In dem Sinn hier ein guter Leitartikel von Gerhard Schwarz, Verantwortlicher für den Wirtschaftsteil der NZZ.

    http://www.nzz.ch/nachrichten/international/unschoepferische_zerstoerung_1.862137.html

    oder ein guter Blog-Eintrag:
    http://hoellensturz.blogspot.com/2008/09/arena-vom-19-september-2008-zum-thema.html

    Viel Spass bei der Meinungsbildung

  2. Anonymous Says:

    saich

  3. yourlapdog Says:

    wieso saich?

  4. rene c jäggli Says:

    hierbei findet sogar rene c jäggli dass gewisse teile sogar recht recht sind. wer seich sagt sag seich aber begründs! 🙂

  5. yourlapdog Says:

    soso,liebe(r) mauntz.da bin ich aber doch etwas anderer meinung:
    wie kann man angesichts der derzeitigen weltlage noch behaupten das der staat der ursprung allen übels ist?da man sich ja überall wenigstens darin einig ist, das die wirtschaftskrise nur durch die ungeregelten,unkontrollierten märkte ein solches ausmass erreicht hat.der übelste teil an deinem empfohlenem nzz-text find ich den mit dem menschlichen inkompetenzen.da schreibt herr schwarz:“Genährt wurde diese Blase durch eine ganze Reihe menschlicher Eigenschaften, durch Gier, Masslosigkeit, Anmassung, Eitelkeit, Übertreibung, Unvernunft und Inkompetenz“.es sollen also (un)menschliche gefühle an der krise schuld sein..ists aber nicht so, dass ein system (und die gesellschahft) gefühle diesbezüglich verursacht?die argumente müssen schon sehr am versickern sein, wenn die gesellschaft an der krise schuld sein soll, die kollektiv die falschen gefühle oder eben inkompetenzen hat.und wieso der staat sich „im nomalfall“ nicht in den markt einmischen darf, in krisen jedoch muss, das ist mir auch noch ein sehr unerklärtes rätsel..herr scharz meint, risiken gehören zum leben.wieso aber risige risiken eingehen, die vermeidbar sind?

  6. yourlapdog Says:

    viel spass bei der meinungsbildung

  7. mauntz Says:

    Die Frage wieso der Staat nun eingreifen muss, ist die schneller zu beantwortende Frage. Durch die staatliche Intervention wird das kleinere Übel gewählt. So werden zwar in der Tat schlechte Unternehmen, sonst wären sie nicht auf staatliche Hilfe angewiesen, weiter gefördert, und die reinigende Eigenschaft des Marktes, nämlich das Austilgen schlechter Unternehmen, wird für einen Moment ausser Kraft gesetzt. ALlerdings wird damit das Vermögen „des kleinen Mannes“ – wie ich diese Floskel doch hasse – geschätzt, und ein nationales Desaster abgewendet. Es ist zudem nicht so, dass alle Unternehmen dankbar dafür sind. Ein paar Unternehmen schlagen staatliche Hilfe aus, da diese an Bedingungen geknüpft ist, sprich, die Unternehmen müssen teuer dafür bezahlen. Den Staat kann man nicht mit einem barhmherzigen Samariter vergleichen. Er rettet zwar einige schlechte Unternehmen, verlangt dafür aber auch einen ohen Preis.

    Die zweite Frage nach den Ursachen ist schon Einiges komplexer. Ich muss deine These widerlegen, dass sich die Leute überall einig sind, dass „ungeregelte“ und „unkrontollierte“ Märkte allein für dieses Desaster Schuld sind. Die Existenz dieses NZZ Artikels belegt dies, und bestimmt ist Gerhard Schwarz nicht der Einzige. Weiter behautet Gerhard Schwarz nicht, dass der Markt unschuldig ist, nein. Da muss man schon den ganzen Abschnitt zitieren: „Ausgangspunkt war der amerikanische Häusermarkt, an dem sich wegen viel zu grosszügiger Geldversorgung durch das Fed, staatlicher Wohnbauförderung und höchst problematischer Refinanzierung eine Eiterblase bildete, die früher oder später platzen musste. Genährt wurde diese Blase durch eine ganze Reihe menschlicher Eigenschaften, durch Gier, Masslosigkeit, Anmassung, Eitelkeit, Übertreibung, Unvernunft und Inkompetenz, nicht nur an der Wall Street. Behörden und Regierung, die Medien und das breite Publikum krankten alle am Gleichen.“
    Schwarz gibt den Märkten eine gewisse Schuld, allerdings sieht er auch den Staat als Mitschuldigen. Der Grundtonus in seinem Artikel ist: „Regulationen ja, aber nur dort wo sie Sinn machen, und nur dort“.


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