RAUS !

Juli 6, 2008

über die kontroverse des erfüllten lebens:

nummer eins: nur ein aktives leben ist ein glückliches leben.

während eines mittagessen (auswärts) mich mit zeitung und saiten bewaffnet (printmedien sind smart) mich über die sommerlichen seiten inspirierend, den sinn des leben zu verstehen versuchend. DAS MAGAZIN: schöner ist besser. SAITEN: raus in den wald. ich beginne mit dem MAGAZIN da ich fürs SAITEN 7wochen mehr zeit hab.
ich lese maxim billers (nie gehört) hallo drama und nehme zu kenntnis, dass rainald goetz (nie gehört) ein schlechter autor sei (so maxim biller), in den berliner wedding gezogen ist (ein fehler) und sein blog nun als dickes buch bei suhrkamp rauskommt (printmedien sind smart). die süddeutsche zeitung machte ihn darauf (den rainald) zum feuilleton-star und lobt den exzentrischen autor auf pynchon-niveau (niemand verstehts, alle findens klasse). ich kehre die seite und führ mir die letze ausgabe des tyler-brûlé-juli-gesprächs zu gemüte. der falsche ansatz ist, das persönliche glück durch mehr besitz zu erhöhen wollen. mehr unternehmen ist der weg. kein dreissigstes paar schuhe und kein sportwagen aber eine kreuzfahrt und ein tenniskurs. oder japanisch kochen lernen. dazu so oft es geht schwimmen (in badehosen von orlebar brown), möglichst viel zeitungen und magazine (bspweise wallpaper oder monocle natürlich) abonnieren (printmedien sind smart, nämlich zitat brûlé), velo fahren (sowieso gehypt diesen sommer, wartet nur bis er kommt) auf märkten einkaufen, pda fortschmeissen und ein valextra-notizbuch anschaffen (der geruch von tinte auf weissem papier ist in valextras am schönsten), ein schwieriges buch lesen (pynchon oder rainald goetz), was anständiges essen gehen (tu ich grad), sich einen haarschnitt leisten, kurze reisen unternehmen (mit einer sartie-tasche), das büro mit schöneren möbeln einrichten, wert auf guten kaffee legen (ascasco-maschine anschaffen) und so viel zeit wie auch nur möglich im bett verbringen. tyler brule ist einer der profiliertesten designkritiker. darum weiss er auch wie man werbung macht. wer sponsert ihm aber was für den raus-gehen-aktives-leben-tipp? es liegt wohl im trend. das ganze SAITEN ist dazu (ohne eingewebte kauftipps).

der artikel zur schönheit verschlaf ich mir und hake die frage, woher der matura-zeremonie-redner seine inspiration hatte, erfolg braucht schönheit zu behaupten.

es geht weiter und wird besser: digitale beduinen und wieso man überhaupt noch büros braucht. diverse cafe- und workingspace-ideen machen den öffentlichen raum zum arbeitsraum und verbinden arbeiten mit brulés kaffee-bewusstseins-verpflichtung. arbeite hier, anderenfalls bist du unglücklich. oder aus der mode. oder noch nicht drin. (velos kommen diesen sommer, wenn er kommt). niemand braucht mehr sein eigenes büro, wers trotzdem will kann bsplsweise bei hat factory in sf einen platz für den ganzen monat mieten und zahlt 200dollar (der kurs ist super, kauft arbeitsplätze). alle andern kommenundgehen. bringen inspiration und nehmen ideen und antworten mit. dazu gibts parties, filmabende, meetings (sitzungen sind scheisse), wein- und käseverkostungen, buchvernissagen und kunstausstellungen. geniales konzept, niemand hier hätte verständnis dafür.

danach gehts durch alle möglichen wessen-doppelgänger-bist du-stile und dann ist der spuk zuende. rene kamer hat die railaway ag nach feng-shui-prinzipien einrichten lassen. na super.

über das SAITEN bald auch was. guter abend.

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