JÜRG JEGGE VORTRAG SKRIPT (WENS INTRESSIERT)

März 17, 2008

©JÜRG JEGGE

Jürg Jegge sprach am 10.03.08 im Rahmen des  von der SP Vorderland organisierten Zyklus: Bildungswesen im Wandel zum Thema:
Über die Arbeitswelt, die Schule und das Recht der Kinder auf eine offene Zukunft

Sehr verehrte Damen und Herren

Vor ein paar Monaten fuhr ich in Wien mit der U-Bahn vom Stadtzentrum in die Vorstadt hinaus. Es herrschte Feierabendverkehr, die Züge waren rappelvoll. Mir gegenüber hatten sich zwei freundliche, korpulente Herren ins Abteil gezwängt; jeder verzehrte mit Inbrunst eine Leberkäse-Semmel. Je weiter sich der Zug vom Zentrum entfernte, desto geringer wurde das Gedränge. Schliesslich sassen nur noch ein paar wenige Leute im Wagen. Meine beiden Nachbarn hatten inzwischen ihre Semmeln zur Gänze vertilgt. Sie wischten sich sorgfältig Mund und Hände mit ihren Taschentüchern ab. Dann standen sie auf, kramten ihre Dienstmarke hervor und begannen, die Fahrscheine zu kontrollieren.

Meine beiden Fahrscheinkontrolleure verkörpern ein Auslaufmodell. Heutige Arbeitnehmer sehen anders aus. Die spielen das Spiel nach den vorgegebenen Regeln. Sie sind loyal gegenüber ihrem Auftraggeber, machen sein Anliegen zu dem ihren, sind zuverlässig und mit Einsatz und Eifer bei der Sache. Ihre eigenen Bedürfnisse stellen sie weit hinten an. Sie sind flexibel, mobil und effizient beim Ausüben ihrer Tätigkeit. Und was die viel besungene Kommunikations- und Teamfähigkeit betrifft, so ist damit selbstverständlich nicht gemeint, dass man sich mit dem Arbeitskollegen oder gar mit Schwarzfahrern solidarisiert. Vor allem aber fehlt diesen beiden etwas ganz Entscheidendes: Der Wille, gemeinsam oder allein besser zu sein als die andern Fallensteller; mehr und immer mehr Schwarzfahrer zu fangen. Nein, mit diesen beiden Exemplaren der Gattung „das unternehmerische Selbst“ ist kein Staat zu machen, als „Ich-AG“ würde jeder von ihnen sofort in Konkurs gehen.

Aber knöpfen wir es uns vor, zur näheren Betrachtung, dieses „unternehmerische Selbst“, das die Arbeitswelt der gegenwärtigen Neuzeit bevölkert. Seine auffallendsten Eigenschaften habe ich beschrieben: Es ist all das, was meinen Wiener Fahrscheinkontrolleuren fehlt. Die belgischen Erziehungswissenschaftler Jan Masschelein und Maarten Simons gehen noch etwas näher an dieses seltsame Subjekt heran, wenn auch auf eine etwas  theoretische Weise: „Sich selbst gegenüber nimmt es eine kritisch-objektivierende Haltung ein. Um Schritt zu halten und zu überleben, ist es notwendig, die eigenen „Ressourcen“ zu kennen, sie zu nutzen und zu entwickeln, sich strategische Ziele zu setzen und sich diesen anzupassen, auf der Grundlage permanenter Evaluation nach Optimierung zu streben, die Initiative zu ergreifen anstatt lediglich zu reagieren, sich flexibel auf neue Forderungen und sich ändernde Bedingungen einzustellen. Dies alles selbstverständlich flankiert von einer ganzen Reihe von Experten, Instanzen und Behörden, die behaupten, dass das Selbst bei Anwendung wissenschaftlicher Erkenntnisse und professioneller Techniken ein besseres und glücklicheres Leben führen würde“ .1

So ganz glücklich scheint in Friedenszeiten das Setzen strategischer Ziele doch nicht zu machen. In den Berner Trams wirbt eine Managerschule mit dem Spruch: „Stillt den Erfolgshunger.“ Und daneben sind vier verschiedenfarbig lackierte, zerkaute Bleistifte zu sehen. Ich weiss kein besseres Bild für die infantile Verzweiflung dieser Art der Sättigung: Als nächstes kommen die Fingernägel dran.

Aber eines ist klar: Mit solchen Figuren ist mehr Staat zu machen als mit meinen beiden Wiener Reisekameraden. Es ist mit ihnen auch mehr Geld zu machen. Die Ich-AG ist der ideale Arbeitsesel des Neoliberalismus. Lässt man die wohltönenden theoretischen Grundlegungen beiseite, ist der Neoliberalismus nichts anderes als ein politisches Projekt, das den Wirtschaftsunternehmen möglichst grosse Freiheit lässt.2  Umweltaspekte, soziale Gesichtspunkte, Verpflichtungen zur Ausbildung (z.B. mit der Bereitstellung von Lehrplätzen), stadt- und landschaftsplanerische Überlegungen und dergleichen gelten dabei eher als „Hindernisse“, auf jeden Fall kommen sie erst in zweiter Linie  . Aber auch für die Ich-AG  gilt: „Wenn man durch Arbeit reich werden könnte, würde die Mühle dem Esel gehören.“ Doch lässt sich nicht nur mit der Arbeit des Esels Geld verdienen. Man kann auch die Effizienz dieser Arbeit steigern, den Esel antreiben, mehr zu arbeiten als die anderen Esel. Und: Man kann die weniger effizienten Esel überflüssig machen, sie auf eine karge Weide in die Freiheit vertreiben. Und wohin geht all das mit Effizienz verdiente Geld, wenn‘s die Esel nicht kriegen? Die Mühle ist längst eine Aktiengesellschaft, womöglich eine global tätige. Man braucht bloss die von Zeit zu Zeit veröffentlichten Erfolgsmeldungen auf den Wirtschaftsseiten zu lesen, um zu sehen: Das Geld bekommen die Besitzer oder die Grossaktionäre der Mühle und die obersten Mahlknechte. Es mag einfältig klingen, und ist doch so: Egal, ob man in dieser Mühle mahlt, Dienstleistungen anbietet oder Geld herumschiebt – wenn sie dort nicht noch heimlich im Keller eine Falschmünzerei betrieben, müssen ihre Gewinne zu einem guten Teil aus der Arbeit der verbliebenen und der Nichtarbeit der vertriebenen Esel stammen.

Was aber treibt die Esel zur Arbeit an?

Hier wollen wir aus dem beschaulichen Mühlenbild aussteigen. Ganz ernsthaft: Was in aller Welt bringt all diese „unternehmerischen Selbste“ dazu, ihre „Humanressourcen“ fast uneingeschränkt zur Verfügung zu stellen, sprich: Sich zu schinden für Leute, die damit unglaubliche Gewinne einfahren und sie doch bei nächster Gelegenheit auf die Strasse stellen? Vier Antworten fallen mir dazu ein:

1. Die Leute müssen sich ihren Lebensunterhalt verdienen. Die wenigsten sind mit Erbtanten derart reich gesegnet, dass das nicht notwenig ist.

2. Sie möchten später einmal dort landen, wo das Geld hinfliesst. Natürlich sind dort oben lange nicht so viele Plätze frei, wie unten aufstiegswillige junge Menschen am Kraxeln sind. Aber das führt nur dazu, dass die umso eifriger kraxeln. Und dass sie ihre Mitkraxler als Konkurrenten erleben, die ihnen die spärlichen Plätze streitig machen. Sie müssen also einsatzfreudiger und kommunikativer sein als die andern.

3. Sie fürchten, ihre Arbeit zu verlieren, dereinst zu den Armen oder gar zu den Obdachlosen zu gehören, wenn sie nicht genügend effizient, zuverlässig und flexibel sind. Diese Angst teilen sie mit tausenden von anderen Ich-AGs, abhängigen und scheinbar unabhängigen.

Schliesslich: Sie haben all das verinnerlicht. Es ist ihnen in Fleisch und Blut, und, schlimmer noch, ins Hirn und in die Seele eingedrungen. An dieser Verinnerlichung arbeitet wirkungsvoll und mit zunehmendem Eifer eine uns wohlbekannte Institution: die Schule.

In der Schule findet gegenwärtig ein ziemlich dramatischer Umbau statt. Ist Ihnen aufgefallen, wie oft Schulfachleute aller Art von der Schule als „Baustelle“ reden? Tatsächlich: Die Schule – vom Kindergarten bis zur Universität – wird umgebaut. Umgebaut zum Fitness-Center für die Arbeitsesel des Neoliberalismus. Die zukünftigen „unternehmerischen Selbste“ holen sich dort ihre „Kernkompetenzen“ und ihre „Qualifikation“. Zugleich, als logische Konsequenz, soll auch die Schule zum Unternehmen werden, das unter Effektivitäts- und Effizienzgesichtspunkten, orientiert an betriebswirtschaftlichen Kriterien, mit Techniken der Personalführung gesteuert wird.3

Dazu ein paar Beispiele:

Erstes Beispiel: die teilautonome Volksschule. Der Titel stimmt: Die Lehrpersonen haben tatsächlich einen Teil ihrer Autonomie verloren. In vielen Schulhäusern ist denn auch Ernüchterung spürbar. Allerdings wird das Problem bei Misslingen meist auf der persönlichen Ebene abgehandelt. Wo der Umbau nicht klappen will, ist der Schulleiter schuld und wird zur Strafe „gemobbt“. Wo er klappt, wird die Idee der geleiteten Schule als grossartige Errungenschaft gelobt. Wenigstens hier werden für einmal die Gewinne sozialisiert und die Verluste  privatisiert.

Das ist freilich keine Spezialität der Volksschule. Steckte man früher einem Dozenten der Pädagogik oder Sozialarbeit ein Thema für eine wissenschaftliche Untersuchung, so bedankte sich der für die gute Idee und sagte, seine Studentinnen würden dabei bestimmt etwas lernen. Heute kriegt er rote Ohren und meint, der Gedanke sei ja gut, aber er brauche einen Auftrag und jemanden, der die Untersuchung bezahle. Und es ist deutlich seine Verlegenheit über dieses ergreifende Exempel wissenschaftlicher Freiheit zu spüren.

Beispiel zwei: die neu einzuführenden Bildungsstandards. Ich erzähle da nichts Neues: Am Ende des 2., des 6. und des 9. Schuljahres sollen alle Schweizer Schüler in den Kernfächern einem Test unterzogen und darauf geprüft werden, ob ihr Wissen einem festgelegten Mindeststandard entspricht. Damit wird ein landesweites Kontrollinstrument geschaffen, von dem uns niemand, weder die Bildungspolitiker noch die beteiligten Wissenschaftler, verbindlich erklären kann, wie und gegen wen es angewendet wird.

Das sind keineswegs Nachtgedanken schweissnasser Paranoiker. In einem Interview mit der „NZZ am Sonntag“ machte selbst ein Mitglied des wissenschaftlichen Beirats von HarmoS   auf die Gefahren dieser Unternehmung aufmerksam: „Braucht man Standard-Testresultate (…), um Lehrer oder Schulen zu belohnen oder zu bestrafen? (…) Es kann dazu führen, dass sich der Unterricht auf eine Art Drill in den Testfächern verengt. Es führt sogar zu Betrug, wenn zum Bespiel schlechte Schüler zufällig am Testtag ‚krank‘ sind oder in Sonderschulen abgeschoben werden – all dies kennt man aus Erfahrungen in anderen Ländern. Die Politik muss deshalb ganz klar stellen, was mit den Ergebnissen (…) passieren soll.“ Und auf die Frage: „Ist das noch nicht klar?“ antwortet der Wissenschaftler: „Nein, leider noch nicht.“

Aber die Erfahrung zeigt: Von dem, was man uns im Schulwesen anhand einer lustigen, farbigen Powerpointpräsentation vorgeschwärmt hat, halten wir nach  Schluss der Veranstaltung meist eine graue Schwarzweisskopie in Händen. Das jüngste Beispiel ist der Fremdsprachenunterricht in der Primarschule. Da erzählte man uns, dass er ganz spielerisch vor sich gehen werde. Und wenige Jahre später erteilt man Noten. Damit dem Fach die gebührende Beachtung zuteil werde. Nein, wenn so ein Kontrollinstrument bereitsteht, wird es auch angewendet. Die Erde ist keine Scheibe.

Drittes Beispiel: das neue Zeugnis für die Primarschule des Kantons Zürich (ähnliche Zeugnisse sind in vielen andern Kantonen ebenfalls unterwegs):

Interessant ist vor allem die Beurteilung des Verhaltens. Da erscheinen unter dem Titel Arbeits- und Lernverhalten sowie Sozialverhalten folgende Kategorien:
– Erscheint pünktlich und ordnungsgemäss zum Unterricht,
– Beteiligt sich aktiv am Unterricht,
– Arbeitet konzentriert und ausdauernd,
– Gestaltet Arbeiten sorgfältig und zuverlässig,
– Kann mit anderen zusammenarbeiten,
– Schätzt die eigene Leistungsfähigkeit realistisch ein,
– Akzeptiert die Regeln des schulischen Zusammenlebens,
– Begegnet den Lehrpersonen und den Mitschülerinnen und Mitschülern respektvoll.
Bei all diesen Punkten stehen vier Felder zum Ankreuzen, von „Trifft zu“ bis  „Trifft nicht zu“.

Das erinnert an die Mitteilung auf der Comellaflasche:

1000 ml enthalten ca.
Energie            270 kj (63 kcal)
Eiweiss            3,5 g
Kohlenhydrate        10 g
usw.

Es handelt sich bei diesem Zeugnis um eine Produktinformation. Informiert wird genau über jene Fähigkeiten, die das unternehmerische Selbst aufweisen muss. Es ist natürlich im Sinne des Konsumenten, hier des zukünftigen Ausbildners oder Arbeitgebers, wenn der über die Qualität der angelieferten Ware möglichst genau informiert wird. Aber mit diesen Kategorien einem jungen Menschen gerecht zu werden, ist eine ziemlich verzweifelte Angelegenheit. Das leistete auch das alte Zeugnis nicht, mit seinen drei Verhaltensrubriken „Betragen“, „Fleiss und Pflichterfüllung“ sowie „Ordnung und Reinlichkeit“. Aber da war es offensichtlich, während hier die Beurteilung scheinbar differenziert daherkommt und doch den Menschen nicht zu erfassen vermag. Eine solche Festschreibung ist nur schon deshalb eine Anmassung, weil Menschen sich entwickeln. Wenn ich mich erinnere, was für ein seltsames Geschöpf ich selber in diesem Alter war! Zu meinem Glück hat das nie ein Lehrer festgehalten. Zudem sind weitaus die meisten dieser Kategorien mindestens ebenso ein Qualitätsmerkmal für die Lehrperson wie für die Schüler. Wir alle kennen Kinder, die nach einem Lehrerwechsel wie ausgewechselt waren.

Ein viertes Beispiel ist die zunehmende Auffächerung in Schultypen und Niveaus und die damit verknüpfte Vorverteilung von Lebenschancen. Es genügt nicht, das Richtige innerhalb einer vorgeschriebenen Zeit erlernt zu haben. Man muss es sich auch am richtigen Ort angeeignet haben. Sonst bekommt man dafür kein Zertifikat und bleibt ein Leben lang unprofessionell.

So ist man gerade dabei, in der Kindergärtnerinnen-Ausbildung den Nachkommenden das Nachkommen zu erschweren: die Matura wird zur Voraussetzung. Mit Qualitätssteigerung hat das nichts zu tun. Das Geschick im Umgang mit Kindern ist nicht matura-abhängig. Aber unzähligen Menschen wird auf diese Weise eine biografische Chance genommen, eine Möglichkeit, sein Leben auf eine gute Bahn zu bringen. Besser: Diese Chance ist nur mehr mit zusätzlichen Verrenkungen zu erreichen, und zu denen haben nicht alle jungen Leute Zugang.

Worum geht es bei diesem ganzen Umbau? Ökonomisch gesehen handelt es sich wohl um eine Mängelverwaltung. Der neoliberale Staat soll ja auch finanziell abgespeckt werden . Da hat die Bildung, wie die Kultur oder das Soziale, ihren Beitrag zu leisten. Besser gesagt: da werden weniger Beiträge geleistet. Und es ist allemal bequemer, die Lehrerschaft beschäftigt sich mit dem Mobben des Schulleiters, als dass sie den Mangel benennt und womöglich ein politisches Problem daraus macht.

„Regierungstechnisch“ gesehen geht es bei diesem Umbau um die Kontrolle über das Schulvolk, und zwar über die Schüler- sowie die Lehrerschaft. Aber: “Wenn Regulierungen überborden, erstickt das Recht der Jugend auf eine offene Zukunft, das ein Recht auf Zweifel, wirkliches Verstehen, auf umwegreiche Annäherung, auf Langsamkeit und die Durchdringung individueller Betroffenheiten und Schwierigkeiten ist. Das gilt für alle Bildungseinrichtungen und Bildungsinhalte, von der Grundschule bis zur Universtität.” Das schreiben sieben profilierte Erziehungswissenschaftler aus Deutschland in einer gemeinsamen Erklärung .

Pädagogisch gesehen geht es um die Herstellung des „unternehmerischen Selbst“, um seine stetige Optimierung auf der Grundlage regelmässiger und differenzierter Evaluation. Mit anderen Worten: Es geht um die Implantierung des Konkurrenzgedankens in die Gehirne und in die Seelen, die der Kinder wie die der Schulfachleute. Gib mir heute meinen täglichen Sieg über andere. Denn: Einfach so, als ein Mensch, bin ich noch nichts. Erst das Ranking, das Zeugnis, der Standard-Test weist mir meinen Platz in der Welt zu. Der Einwand, im Zeugnisformular stehe immerhin die Rubrik „kann mit andern zusammenarbeiten“, zieht nicht. Mit dieser Zusammenarbeit ist ja nicht das Einflüstern oder Abschreiben gemeint. Vielmehr geht es darum, dass die Gruppe, in der ich bin, andere Gruppen übertrumpft.

Die Schule wird zum Fitness-Center. Und wie bekommt dieses Fitnesstraining den Schülern? Sie reagieren darauf sehr unterschiedlich. Da gibt es schon solche, denen das keine oder wenig Probleme macht. Das dürften die etwas über 40% der Drittklässler sein, die nach einer Untersuchung im Kanton Zürich noch keine schulische oder therapeutische Unterstützung brauchten.4  Andere kauen an Bleistiften, an den Fingernägeln, an der Seele. Lehrerinnen der Unterstufe  berichten, dass nicht wenige ihrer Schüler bis zu vier Therapien gleichzeititg besuchten. Wieder andere Kinder stumpfen sich ab und werden beschulungsresistent. Und einige schlagen los, dumpf gegen irgend etwas, das sie zwingt, die einen; gezielt gegen die vorhandene Vertreterin des Leistungsprinzips die andern. Sie tun es mit aktiver Beteiligung, effektiv, konzentriert und ausdauernd, im Team, ganz wie andere Ich-AGs. Einige werden einander zu übertrumpfen versuchen, so wie sie’s zuhause und in der Schule täglich tun. Nur werden sie dafür nicht gelobt. Immerhin, bis in die Zeitung reicht es allemal.

Kommen wir nochmals auf das unternehmerische Selbst zurück. Ich bin ja bisher nicht sehr freundlich mit ihm umgegangen; ich habe es sogar einen Esel geheissen. Aber dieses unternehmerische Selbst ist kein Mensch, sondern ein Leitbild, eine uns, Lehrerinnen, Eltern und Ausbildnern, aufgezwungene Zielvereinbarung darüber, wie wir selber zu sein und wohin wir die jungen Menschen zu erziehen haben.5  Und dies alles, damit die Mühlen des Neoliberalismus noch reibungsloser klappern. Der Zwang zu dieser Zielvereinbarung wird zusehends stärker. Menschen aber – Menschen sind anders. Sie sind vor allem fehlerhafter. Sie sind nur beschränkt optimierbar, nicht allzeit funktionstüchtig, anfällig für Ängste vielfältiger Art. Ausserdem scheinen die meisten ein tief sitzendes Bedürfnis nach menschlicher Solidarität zu haben. Alles Dinge, die bei der Ich-AG nicht vorgesehen sind.

Deshalb stellt sich die Frage: Was können wir, die Adressaten dieser Zielvereinbarung, in dieser Fitnesswelt für „das Recht der Jugend auf eine offene Zukunft“ tun? Für dieses Recht, das, wie die bereits erwähnten deutschen Erziehungswissenschaftler erklären, „ … ein Recht auf Zweifel, auf wirkliches Verstehen, auf umwegreiche Annäherung, auf Langsamkeit und auf die Durchdringung individueller Betroffenheiten und Schwierigkeiten ist“, also ein persönliches Kennenlernen der Welt? Oder anders gefragt: Was können wir tun, dass die projektierten fitten Arbeitsesel die Chance haben, Menschen zu bleiben?

Wenn Sie mich fragen, was ich tue: Ich mache den Märtplatz, gemeinsam mit meinen Kollleginnen und Kollegen.6  Wenn Sie mich fragen, was Sie tun können, muss ich eine wichtige Einschränkung machen: Ich verstehe nichts von Erziehung. Ich weiss nicht, was es heisst, sich für eigene Kinder und deren Weiterkommen in der Welt verantwortlich zu fühlen. Ich kann nur versuchen, nachzuvollziehen, welchen äusseren und inneren Zwängen man da ausgesetzt ist, welche Ängste da auftauchen. Aber darüber hinaus kann ich Ihnen aus der Sicht eines ehemaligen Lehrers und gegenwärtigen Ausbildners schon ein paar vielleicht nützliche Vorschläge machen.

Also:

1. Interessieren Sie sich dafür, wie es Ihrem Kind in der Schule geht. Reden Sie regelmässig mit ihm darüber. Reden Sie mit ihm über die Themen, die dort zur Sprache kommen. Aber reden Sie, zumindest in den ersten paar Schuljahren, nicht schlecht über seine Schule oder gar über seine Lehrerin. Auch wenn Sie selber in der Schule schlechte Erfahrungen gemacht haben. Das bringt ein Kind nur in Loyalitätskonflikte. Streiten Sie getrost für Ihr Kind, aber erst, wenn es nicht mehr anders geht.

2. Versuchen Sie, sich mit der Lehrerin anzufreunden. Zeigen Sie ihr, dass Sie ihre Arbeit ernst nehmen. Versuchen Sie, Unstimmigkeiten mit ihr zu klären. Versuchen Sie, sich in ihre Lage hineinzudenken. Denken Sie daran, dass ihre neue Freundin genau so unter Druck ist wie deren Schüler. Auch sie wird ja permanent kontrolliert, evaluiert und beurteilt. Aber verbünden Sie sich nie mit ihr gegen Ihr Kind.

Wenn Sie es können, bringen Sie ihrem Kind bei, wie man eine vortragende Person so anschaut, dass die glaubt, man höre aufmerksam zu. Mädchen beherrschen das meist besser als Buben. Aber auf jeden Fall kann das beiden  jetzt und später sehr nützlich sein.

3. Gute Noten, Testergebnisse oder Zeugnisnoten sollten Sie wichtig nehmen, schlechte nicht. Gute Ergebnisse zeigen, dass Ihr Kind fähig ist, etwas Gutes zu leisten. Schechte Ergebnisse können viele andere Gründe haben: Schlechte Tagesform, Zufall, falsch verstandene Aufgabenstellung, momentane Überforderung.

4. Nehmen Sie die Schule nicht allzu wichtig. Es ist nämlich nicht wahr, dass die Schule auf Leben vorbereitet, es sei denn, Ihr Kind wird Lehrer. Ich habe die Schule als Sortiermaschine für Lebenschancen bezeichnet. Sie können als Eltern die Wirkung dieser Maschine massiv verringern. Erfolglosigkeit in der Schule braucht nicht Erfolglosigkeit im Leben zu bedeuten.

5. Schauen Sie, dass die Schule im Leben Ihres Kindes nicht allzu wichtig wird. Es gibt wesentliche Bereiche des Lebens, welche die Schule Ihrem Kind nicht oder nur mangelhaft beibringt. Was sollte denn ein junger Mensch können, damit er im Leben nicht gleich auf die Nase fällt? Er sollte
– sich einrichten können (Wie finde ich eine mir entsprechende Wohnung, wie richte ich die ein, wo finde ich geeignete Möbel?),
– sich ausdrücken (Wie sage ich, was mich beschäftigt, was gibt es darüber hinaus für Möglichkeiten, mich auszudrücken?),
– sich zurechtfinden (Wo orientiere ich mich, wo nehme ich meine Anregungen, meine Masstäbe her?),
– sich pflegen (Wie gehe ich mit mir selber um, soll ich beispielsweise Sport treiben, und welchen, was ture ich, wenn ich krank bin?),
– sich wehren (Wie schaue ich, dass ich zu meinem Recht komme und die mir Nahestehenden zu dem ihren?).
Hier sind Sie gefragt. Am besten geht das, wenn Sie ihrem Kind das vorleben, ihm zeigen, wie Sie das machen. Zeigen Sie ihm ruhig auch, wo Sie das nicht ganz oder nicht schaffen. Auf diese Weise bekommt Ihr Kind Ideen, wie es sein Leben gestalten könnte – oder sicher nicht gestalten will.

6. Lassen Sie Ihrem Kind Zeit. Jeder Mensch entwickelt sich, wenn man ihm nicht in sein Leben hineinpfuscht, in seinem eigenen Tempo. Und das braucht durchaus nicht das Tempo zu sein, von dem die Schul- und Ausbildungspläne behaupten, dass „der Mensch“ sich entwickle. Wenn Sie glauben, Ihr Kind entwickle sich rascher, freuen Sie sich und verschaffen Sie ihm mehr Anregungen, wie ich sie im vorherigen Punkt erwähnt habe. Wenn Ihnen die Schule erklärt, dass Ihr Kind das Lehrziel nicht erreicht habe, ist die Wahrscheinlichkeit gross, dass es sich eben langsamer entwickelt. Das ist nicht weiter schlimm. Selbst wenn es das Schuljahr wiederholen muss, tut das natürlich weh, ist aber kein Drama, wenn man kein Theater draus macht. Persönlich halte ich Klassenwiederholungen für meist unsinnig, doch das werden wir nicht mehr ändern, solange Ihr Kind noch die Schule besucht. Sie können aber auf die selbe Weise wie die Eltern der „Schnellentwickler“ dafür sorgen, dass ein wiederholtes Schuljahr kein verlorenes Jahr ist.

Auf die Gefahr hin, mich zu wiederholen: Lassen Sie Ihrem Kind Zeit! Ich bin jetzt vierzig Jahre beruflich unterwegs, und ich bin mehr denn je überzeugt: Die meisten „durchschnittlichen Leistungen“ sind Begabungen und Fähigkeiten, die nie ausreichend Zeit bekamen, sich zu entwickeln.

7. Umwege sind auch Wege. Nochmals: Die „Sortiermaschine Schule“ kann verheerend wirken. Aber nur, wenn Sie Ihr Kind damit allein lassen. Wenn Sie es aber auch auf seinen Umwegen unterstützen, verringert sich die Wirkung beträchtlich. Ein Beispiel: Ihr Kind möchte einen bestimmten Beruf erlernen, es wird ihm aber erklärt, dass es dafür nicht den nötigen Schulsack mitbringe. Statt die Idee traurig aufzugeben, hat es folgende Möglichkeiten:
– Es kann den Schulabschluss nachholen.
– Es kann in dem Beruf eine Attestlehre absolvieren und dann in verkürzter Zeit die eigentliche Lehre machen.
– Wenn es in dem Beruf keine Attestlehre gibt, kann der junge Menschzunächst eine Anlehre durchlaufen. Bei der Gestaltung des Lernstoffes muss man nur darauf achten, dass der Inhalt des ersten Jahres auf die zwei Anlehrjahre verteilt wird. Anschliessend ist auch eine verkürzte Lehre möglich.
– Er kann einfach einmal mit einer Arbeit im Berufsfeld beginnen und den Abschluss später nachholen (nach Artikel 32 des Berufsbildungsgesetzes).
– Ihr Kind kann einen sogenannten Abschluss „sur Dossier“ anstreben, also nachweisen, dass es all das beherrscht, was der betreffende Beruf verlangt.
All das ist möglich, wenn Sie dranbleiben. Fragen Sie im Berufsbildungsamt oder bei der Berufsberatung. Und lassen Sie sich dort nicht einfach von der Sekretärin abwimmeln.

8. Ihr Kind soll einen Beruf erlernen (oder eine schulische Ausbildung machen) können, der (die) es freut. Zwei Drittel aller in der Schweiz Berufstätigen arbeiten nicht mehr im erlernten Beruf. Also muss der Erstberuf nicht unbedingt einer sein, in dem sich nachher mit Sicherheit Arbeit finden lässt ( – was ohnehin niemand garantieren kann). Es kann auch schlicht ein Beruf sein, für den Ihr King Begabung zeigt oder an dem es gottbhüetis Freude hat.

9. Die GSZ-Methode, also die Gemeinsame Zukunfts-Süffelei ist eine gute Möglichkeit, Ideen für die weitere Ausbildung (und die berufliche Zukunft) zu sammeln. Ich habe sie in meinem neuen Buch beschrieben:

„Nötig sind dafür: der betreffende junge Mensch, ein Blatt Papier, ein Schreibgerät, ein paar vernünftige Zeitgenossen, eine Beiz. Die Zeitgenossen sollten den jungen Menschen oder das Tätigkeitsgebiet, das für ihn in Frage kommt, gut kennen. Die Beiz sollte gemütlich sein.

Jetzt wird bei Essen und Wein gemeinsam gedacht. Als Aufwärmrunde empfiehlt sich, die Stärken des jungen Menschen aufzuzählen; Defizite anzuführen ist verboten. Bei der nächsten Runde werden alle Ideen aufgeschrieben, die den Beteiligten in den Sinn kommen. Dabei wird die innere Zensur ausgeschaltet, der Satz „Das geht nicht!“ geächtet. Man spinnt einfach drauflos, was, je später der Abend, desto besser gelingt. In der dritten Runde streicht der junge Mensch alles, was ihm nicht behagt, wieder heraus. Bei jeder der verbliebenen Möglichkeiten überlegt man jetzt, wie der erste Schritt dazu aussehen könnte. Wen kennen wir, der dabei weiter hilft? Ende der Sitzung. Jetzt brauchen Sie nur noch jemanden, der Sie nach Hause bringt.

In den nächsten Tagen reiht der junge Mensch die Vorschläge in die von ihm bevorzugte Rangordnung. Und was dort steht, das tut man dann.

Das wars. Sie werden sehen, in Ihrem Umfeld wird GZS bald mit Begeisterung praktiziert werden.“7
Das ist natürlich nicht die einzige Idee. Es gibt da auch trockenere Möglichkeiten. In jeder Hinsicht.

10. Auch sollten wir Eltern und Ausbildner uns nicht dazu hergeben, den Ehrgeiz und das Konkurrenzdenken der Kinder anzustacheln. Sogar eine des idealistischen Überschwangs gewiss unverdächtige Disziplin wie die Neurobiologie erklärt uns, dass der Mensch von seiner Disposition her auf Mitmenschlichkeit ausgerichtet ist, nicht auf Konkurrenz und den Kampf ums Dasein.8

11. Vor allem: Stehen Sie zu ihrem Kind. Wirklich gefährlich wird‘s erst, wenn Sie und Ihr Kind den Mut aufgeben. Wichtig ist aber auch, dass Sie ihr Kind mit zunehmendem Alter weniger beschützen und mehr unterstützen. Der junge Mensch soll ja nicht ein Leben lang von Ihnen abhängig bleiben.

So. Eigentlich bin ich mit meinem Katalog am Ende. Die Sache hat nur einen Haken. Sie und ich, wir gehören zur privilegierten Gruppe derer, die sich über diese Zusammenhänge Gedanken machen und unsere Schlüsse daraus ziehen können. Unzähligen Eltern ist das aber nicht möglich, aus den verschiedensten Gründen. Und darunter haben ebenso unzählige junge Menschen zu leiden. Wir sind ausgegangen vom „Recht der Jugend auf eine offene Zukunft“. Dieses Recht ist nur dann ein Recht, wenn es für andere ebenfalls gilt. Alles andere wäre lediglich der Ausbau eines ohnehin schon bestehenden Vorsprungs, also Ausdruck genau des Konkurrenzgedankens, den wir eben verworfen haben. Oder anders gesagt: Meine bisherigen Vorschläge spielen auf der persönlichen Ebene.
Was können wir darüber hinaus tun? Deshalb möchte ich meine Vorschläge noch um drei Punkte ergänzen.

12. Ich bin für eine Kultur der kleinen menschlichen Regungen. Es ist ja nicht wahr, dass es mit der Welt einfach bachab geht. Wer sie sehen will, findet überall Gegenbeispiele. Da löst eine Naturkatastrophe eine Welle der Hilfsbereitschaft aus. Da gibt es funktionierende Nachbarschaften, sogar zwischen Schweizern und Ausländern. Da können seltsame Institutionen wie der Märtplatz dank Spenden überleben. Aber es geht um mehr:

Die Wirtin, die ihr Lokal sorgfältig führt, so dass sich die Gäste darin wirklich wohlfühlen, der Billetkontrolleur, der einen armen Teufel von Schwarzfahrer laufen lässt, die Lehrerin, die einen schwachen Schüler in die nächste Klasse mitnimmt oder bei der Produktinformation ihr Kreuzlein etwas weiter vorne macht als im Ärger geplant …  Sie alle tragen zur Vermehrung der menschlichen Solidarität und damit zur Freundlichkeit der Welt  bei.9  Vielleicht sind meine beiden Wiener Fahrscheinkontrolleure gar keine Auslaufmodelle, sondern Pioniere dieser Freundlichkeit. Sie zeigen uns vor, wie das geht: Einen Auftrag erfüllen, ohne gröberen Schaden anzurichten, bei anderen und bei sich selber.

13. Helfen Sie mit, diese Freundlichkeit ganz entschlossen in die Schule hinein zu verlängern. Was fällt uns alles ein, die Schule lebendiger, vielfältiger, fröhlicher, grosszügiger zu machen? Mehr Freiheit für die Entwicklung der Schüler und Lehrerinnen zu erreichen, mehr Respekt, mehr Vielfalt an Anregungen? Das Schul- wie das Ausbildungswesen ist eine saftige Weide. Darin ist ein Trampelpfad ausgetreten, auf dem wir meist dahintrotten. Die besten Kräuter finden sich aber weit abseits dieses Pfads. Es gibt immer wieder Lehrerinnen und Lehrer, die bereit sind, ihn zu verlassen. Aber oft genug werden sie gerade von den Eltern zurückgepfiffen, aus Angst, die Kinder würden später nicht erfolgreich genug. Fragen Sie einen Bergbauern: Der Sinn der Alpsömmerung ist, dass die Jungtiere sich Kraft für den Winter holen und nicht, dass sie möglichst schnell auf den Kuhwegen herumrennen. Unterstützen Sie die Lehrerin bei der Suche nach den saftigen Kräutern!

14. Und schliesslich: Der Neoliberalismus ist kein Naturereignis. Er ist ein politisches Projekt. Eines, das mit sehr viel Fortschrittsgetue durchgezogen wird. Wer aufmuckt, gerät in den Geruch, ein knurriger Hinterwäldler und Sozialromantiker zu sein. Der Neoliberalismus ist aber auch ein Projekt, das deutlich mehr Menschen schadet als nützt. Diesem Projekt muss auf der politischen Ebene gegengesteuert werden. Gegenwärtig wird der Zaun immer enger gemacht, der Raum der pädagogischen, sozialen und kulturellen Möglichkeiten kontinuierlich verkleinert. Die Lehrer sollen mit immer weniger Weideland immer fittere Esel abliefern. Die Landdiebe sitzen in allen politischen Gremien und Parteien. Wir müssen ihnen entgegentreten.

Das Projekt „Neoliberalismus“ wirbelt mächtig viel Staub auf. Wenn sich der etwas gelegt hat, bleiben ein paar Konzepte aus dem 19. Jahrhundert zurück. Zum Beispiel der Glaube, dass der Markt von alleine, mit „unsichtbarer Hand“ das Glück der Menschen ermöglicht.10  Oder die Überzeugung, dass das Leben ein Kampf ums Dasein ist, in dem nur die fittesten überleben. Und mit diesem geistigen Rüstzeug sollen die Aufgaben unseres Jahrhunderts angegangen werden? Zum Beispiel das Problem, dass doch alle Menschen ein Recht auf ein ordentliches Leben haben. Oder dass wir immer besser Bescheid wissen über die Verschiedenheit der Kinder, die in unseren Schulen beisammen sitzen, und die nach ihren unterschiedlichen Begabungen und Interessen gefördert werden wollen. Gar so fortschrittlich dünkt mich da der Rückgriff auf weit über hundertjährige Konzepte eigentlich nicht. Wir müssen uns einmischen, diese Zusammenhänge zur Debatte stellen.

Was ich hiermit versucht habe.

Literatur:
Bauer, Joachim: „Prinzip Menschlichkeit“, Hoffmann und Campe, Hamburg 2006
Brumlik, Micha (Hrsg.): „Vom Missbrauch der Disziplin“, Beltz, Weinheim und Basel 2007
Bröckling, Ulrich: „Das unternehmerische Selbst“, Suhrkamp, Frankfurt am Main 2007
Bröckling, Ulrich, Krasmann, Susanne und Lemke, Thomas: „Glossar der Gegenwart“, Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main 2004
Jegge, Jürg: „Die Krümmung der Gurke“, Zytglogge, Bern 2006
Masschelein, Jan und Simons, Maarten: „Globale Immunität“, Diaphanes Verlag, Zürich-Berlin 2005
Moser, Urs, Keller, Florian und Tresch, Sarah: Schullaufbahn und Leistung, h.e.p. Verlag, Bern 2003
NZZ am Sonntag: „Prüfen, was unser System leistet“, Interview mit Matthias Behrens, 1. April 2007, S. 83
Volksschulamt des Kantons Zürich: Neues Zeugnis für die Primarschule

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Eine Antwort to “JÜRG JEGGE VORTRAG SKRIPT (WENS INTRESSIERT)”

  1. mag.Zernig Dimitrina Says:

    Sehr gut! bIN BEGEISTET! Mein Enkel erst 9 jahre alt, ist gerade haeftig gemobbt von seine Lehrerin und ich schlafe seit zwei monate nicht mehr, meine Tochter ist total vertig, es ist eine taeglihe schikane ohne ende! Der Rektor sagte mir einfah
    – das kind nicht glauben !Ich bin empoert!Das kind kraenkt sich, wir sind als ganze familie betroffen, wer Zahlt, Bezahlt so was in dieser WELT?Wir müssen auch taeglich arbeiten für unsere eksistenz!Helfen sie uns!


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