ANSAGE MIR FRISCH

Februar 5, 2008

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Zugegeben, ich habs verpasst mein Versprechen einzuhalten. Aber da war berlin und alles und packen muss man auch noch und die ikea-betten zusammenschrauben und so. naja. entschuldigung. aber nun: wir sind zurück und niemand hat mir vorgegriffen und ich präsentier euch etzt was für ein freak wir gewonnen haben um unseren blog inhaltlich zu vergenialern. verkongenialern:

Ich möcht die geschichte ganz vorne beginnen. und euch erzählen wie s dazugekommen ist dass dieser mensch für den viertel-blog schreibt. bzw schreiben wird denn zu meinem glück hat er sich nicht in meiner abwesenheit selbst eingeführt. drum also hier die geschichte wie ich ihn gekennenlernt hab und eine der geschichten die ihn zu dem gemacht haben und immer nch tun was er ist:

Das Appenzellerland hat das 100 jahr der psychiatire ausgerufen und macht allerhand irres runrum so zum beispiel ein theater auf dem bischofberg in heiden das dann nicht zu verpassen ist und adolf wölfli gelesen und gemusikt. auch nicht zu verpassen. auf jedenfall ist da familienbedingt immer und immer wieder bei mir daheim das spinnen zum thema geworden und da kam dann eines abends nach einer versammlung mit diesem und denen und anderen für das eine und andere die geschichte zu mir nachhause von ihm. und sie ist so irr und genial und so schön, ich musste ihn haben. ich hab also nachgeforscht und es gibt ihn tatsach und dann hab ich ihn nach hunderten von anruf versuchen erreicht und ihn zu einem treffen gewinnen können. ich bin also nach Gais gefahren und hab ihn da in der Pension Alpenrösli getroffenm, einer kleinen etwas nett herunterkommenen pension die vorallem aus terasse und nichtraucherzone besteht. er hat einen grauen pullover angeabt und eine grünliche kordhose und eine brille hat er mitlerweilen auch. drüber einen mantel und eine gelborange kappe mit pumml und einer genialen arosa-werbeaufschrift. (er hat sie mir aber weder verkaufen noch sich mit hr fotografieren lassen wollen.) so ist er also drausen gestanden auf dieser kleinen anhöhe über gais mit aussicht bloss ins neblige. ich bin da raufgestapft und er hat mich dann auf ein sinalco und einen wurschtsalat eingeladen. Wolfgang Stochl heiss er eigenlich, hab er geheissen, und nun nenn er sich eigenlich auch wieder so, aber das sei auch schon andersch gewesen. jaa… das sei auch den grund warum ich ihn aufsuch hab ich ihm da gestehen müssen und ich glaub das hat ihn doch ein bisschen misstrauischer gemacht und er hat dann die nächste viertelstund nicht mehr ganz so begeistert von seinem rückgezogenen leben. ich hab schon gedacht es sei gescheitert und meine fantastische idee hät in den sandgeworfen gehört da kam mir das gespräch mit valentin und dem stefan knechtle und seiner tuba in den sinn und ich hab ihn gefragt ob er denn auch mal töff gefahren sein früher. Wolfgang Stochl ist mittlerweile 79 und glaub da ist für ein paar minuten wieder der spitzbub hervorgekommen der mich überhaupt bewegt hat ihn zu treffen. nicht nur der töff sondern vorallem sein porsche 911 targa sei sein einundalles gewesen. und da hab ich ihn gehabt. auch wenn mich das 6-zylinder-boxer-ding nicht die bohne interessierte, ich genoss jede minute ihm zuzuhören. er sei mit dem ding durch den ganzen ostblock gefahren erzählt er mir. im frühjahr 1973, mit einem sozusagen brandneuen porsche. da sei man schon etwas schaurig spezielles gewesen. er stapft davon und kommt mit einem fotokarton wieder. herrliche schwarzweissaufnahmen. er und sein porsche. sein prosche. er. sein porsche und er. in lauter kalten und ein wenig grauen gegenden. alte bauernhöfe, garagen, ein felssträsschen und nichts als er und sein porsche. ja, das sei wohl der anfang gewesen von seinem bewegten leben und als er so ins reden gerät gibts glücklicherweise bald keinen ausweeg und er erzählt mir mit einem murren die geschichte die ich hören will. 1980 sei er auf einmal einfach nicht mehr mit allem zufrieden gewesen. er habe das starke gefühl gehabt wenn sich nicht bald was ändre müsse er vielleicht einfach auswandern. berlin hab er sich paar mal überlegt. oder dann grad richtig und zwar übersee. chicago oder new york. aber irgenwie seis ihm dann doch zu gross gewesen und er hät nicht so recht gewusst was tun den ganzen tag und so sei er immer spätestends nach ein paar wochen wieder da gestanden. aber doch hat ihn das fernweh immer geplagt und so sei er eines tages mit einer scheimbaren lösung auf die gemeinde gelaufen. im gepäck ein packen papier, voll gekritzelt mit vornamen und nachnamen. er sei ja völlig bei trost gewesen und so hätten sie sein anliegen ernst nehmen müssen da auf der gemeinde berichtet er nicht ohne einen gewissen stolz da alle an der nase herumgeführt zu haben und mit ihnen sein spiel getriebe zu haben. die augen hab er geschlossen und mit einem stift blind auf die namen gezielt und so seine neue identität bestimmt. erschaffen sozusagen meint er mit einem lachen. ein bisschen omnipotent sei die sache schon gewesen, aber er habe die engstirnigkeit hier einfahc nie verstanden. er tus auch heute nicht mehr. aber man könne wenig dagegen machen. er versuchs auch schon lange nicht mehr. aber ein bisschen widerstand den leist er noch immer, bei jeder abstimmung und steuererklärung und so. die werden nämlich immer offiuziell an seine alterego adressiert. und weil scheimbar der zettel mit den p-namen oben war ist s halt schon ein bisschen ein komsciher name geworden. aber was solls. es gehs ums prnzip und der rest sei halt die konsequenz die s zu tragen sei. er drückt mir die hand und meint, doch er würd sich s überlegen. nein. er sei dabei. er habe viel zu lange gewartet seine spitzbübereien wieder mal zu praktizieren. und gegrinst hat er, der Peter Panther. dann hat er mich zum bus begleitet und mir beim einsteigen ein foto in die hand gedrückt. ich könns haben. ich glaub den Wolfgang Stochl hat er oben auf der Terasse beim alpenrösli stehenlassen.

drum muss ich nun nach endlosem geschriebe nicht wenig stolz sagen dass ich mich unheimlich auf den ersten post vom peter panther freue und mir selber auf die schulter klopf das ich das hingekriegt hab. freut euch! – fabian harb

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